Wir und das Evangelium

Heute morgen habe ich etwas gelesen, das ich euch hier gerne weitergeben möchte. Es geht um die Frage, wie wir als Gemeinde und als Menschen, die mit Jesus unterwegs sind, „Gesellschaftsrelevant“ sein können. Walter Heidenreich schreibt dazu:

„Das Evangelium ist immer dasselbe. Für mich geht es weniger um Trends in der Gesellschaft, sondern um die Liebesbeziehung zu Jesus und darum, freimütig das Evangelium zu verkündigen. Klar macht man das in unterschiedlichen Kontexten, aber es ist nicht Methode, sondern die Kraft Gottes und seine Liebe. Da haben sich die Menschen nicht geändert. Sie suchen nach Annahme, Geborgenheit, Identität und Zweck. Natürlich muss man Methoden überdenken. Meist sind die Gemeinden, die stehen bleiben, die, die die Gesellschaft aus dem Blick verlieren und verstaubt werden. Die Mitte ist aber das Evangelium. Da wünschte ich mehr Freimütigkeit. Es gibt so viele, die wissen, wie es nicht geht und so wenige, die wissen, wie es geht. Zurück durch persönliche Erneuerung, erste Liebe zu Jesus, weg von Professionalität und hin zu schlichter Nachfolge von Jesus.“

Ich bin auch jemand, der lieber gerne ein hochwertiges Programm fährt und Methoden anwendet, und das ist in keinster Weise falsch. Aber sie sind IMMER NUR Träger des Evangeliums und niemals das Evangelium selbst. Wenn es nicht um Gott, sein Evangelium, seine Liebe zu uns und um seine Kraft geht, dann sollen wir lieber ganz aufhören zu versuchen SEIN Reich zu baunen, denn dann bauen wir in Wirklichkeit nämlich nur UNSER Reich, und das hat keinen Bestand.

Schon Salomo hat in den Psalmen (Ps 127,1) gesagt: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Lassen wir es zu, dass ER SEIN REICH baut und wir für die Menschen um uns herum, in unserem Ort, einen Ort der Annahme, der Geborgenheit, der Identität und Sinn sein können – weil das Reich Gottes nicht uns gehört und daher nicht von unserem „Zustand“ und „Gemütslage“ abhängig ist, sondern weil es Gott gehört und es um seine Liebe geht und durch seine Kraft und unsere Hoffnung darauf gebaut wird.

Zurück zu den Wurzeln.

Zurück zur ersten Liebe.

Zurück zu Jesus Christus.

und dann zu den Menschen um zu lernen, „wie es geht“.

Euer Oliver Ohler

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